Anzuchttöpfe

Umkultivieren
Was ist bei der Umstellung auf Hydrokultur zu beachten?

  • Lassen sich Erdpflanzen auf Hydrokultur umstellen?

    Das Umstellen von sogenannten Erdpflanzen auf Hydrokultur ist grundsätzlich problematisch. Dies gilt ganz besonders für ältere und größere Pflanzen. Das Auswaschen des Torfsubstrates ist mit hohem Aufwand verbunden und gelingt in der Regel nicht perfekt.
    Dafür entstehen am Wurzelsystem eine Vielzahl von Verletzungen – ideale Eintrittspforten für Krank-heitserreger. Der Totalverlust der Pflanze kann die Folge sein. Auch Profibetriebe rechnen bei der Um-stellung mit Ausfallraten von 30 % und mehr.

     

    Retrogefäß mit Sansevieria

  • Kann man Hydrokulturpflanzen in ein Erdsystem umtopfen?

    Hydrokulturbepflanzungen sind in speziellen Gärtnereien in Hydrokultursystemen angezogen worden. Sie haben dabei ein speziell auf diese Verhätltnisse angepasstes Wurzelwerk gebildet. Das Umtopfen solcher Blähton-Pflanzen in Erde ist schwierig und nicht empfehlenswert.

     

     Zimmertanne in Hydrokultur

  • Lässt sich ein Ficus benjamini auf Hydrokultur umkultivieren?

    Das Umstellen von Erdpflanzen auf Hydrokultur ist äußerst problematisch und sollte vermieden werden. Einerseits muss die Erde möglichst sorgfältig entfernt werden. Andererseits werden, wenn dies sorgfältig geschieht, dadurch die Wurzeln erheblich beschädigt. Krankheitserreger können sich leicht etablieren. Außerdem benötigen die Pflanzen in Hydrokultur morphologisch gesehen andere Wurzeln, die sie erst neu bilden müssen. Wir empfehlen daher, Erdpflanzen nicht in Hydrokultur, sondern in Seramis zu überführen.

     

    Seramis ist für Erdpflanzen ein gutes Speichersubstrat

  • Lassen sich Kakteen in Hydrokultur kultivieren?

    Kakteen lassen sich problemlos in Hydrokultur kultivieren. Ideal ist es, wenn die Sukkulente von Beginn an in Hydrokultur kultiviert wurde. Das Umstellen von Erd- auf Hydrokultur ist problematisch. Dabei muss das Erdsubstrat möglichst sorgfältig entfernt werden, was zu Schäden der Pflanze führen kann.
    Mehr noch als bei anderen Pflanzenarten in Hydrokultur gilt für Kakteen, dass der Wasserstand möglichst niedrig eingestellt und für eine ausreichend lange "Trockenphase" gesorgt wird, nachdem der Wasserstandsanzeiger auf null abgesunken ist.

     

    Echinokaktus von Oben

     

     

  • Kann man Orchideen in Hydrokultur kultivieren?

    Orchideen lassen sich problemlos in Hydrokultur kultivieren. Orchideen gehören sogar zu den ersten Pflanzen, die in diesem Kulturverfahren erfolgreich produziert wurden. Problematisch kann lediglich die Umstellung von Erd- auf Hydrokultur sein. Dabei muss das Erdsubstrat möglichst sorgfältig entfernt werden. Gerade bei Orchideen lassen sich dabei Wurzelverletzungen nicht vermeiden, wodurch das Risiko von Krankheiten zunimmt. Aus diesem Grund ist es besser, sich Orchideen zu beschaffen, die bereits in Blähton angezogen wurden.
    Mehr noch als bei anderen Pflanzenarten in Hydrokultur gilt für Orchideen, dass der Wasserstand möglichst niedrig eingestellt und für eine ausreichend lange "Trockenphase" gesorgt wird, nachdem der Wasserstandsanzeiger auf null abgesunken ist. Es empfiehlt sich in diesem Fall etwa eine Woche mit dem Nachfüllen zu warten. "Hydroprofis" füllen dann nur so viel Wasser auf, bis der Wasserstandsanzeiger zu steigen beginnt. Bei direkter Sonneneinstrahlung muss die "Trockenphase" bei Orchideen natürlich kürzer gestaltet werden.

     

    Textilbepflanzung eines Tischgefäßes

     

  • Ist die Umkultivierung einer Yucca-Palme auf Hydrokultur möglich?

    Es ist nicht empfehlenswert, eine in Erdsubstrat gewachsene Yucca auf Hydrokultur umzustellen. In der Regel gelingt es bei dieser Pflanzenart nicht, den Wurzelballen restlos von der Erde zu befreien. Außerdem werden die Wurzeln beschädigt. Beides zusammen schafft günstige Bedingungen für Erreger von Wurzelfäulnis.

     

    Yucca Palme im Holzscheibengefäß