
Foto: Ferrari
Mensch & Pflanze
In nur 50 Jahren sind wir erfolgreiche Stubenhocker geworden: 85% unserer Zeit
verbringen wir "drinnen", bei falschem Licht, ungesunder Luft, künstlicher Umgebung.
Unsere hiesigen Zimmerpflanzen bilden in ihrer Heimat, den Tropen und Subtropen, riesige Urwälder und sind wichtiger Klimaregler unseres Erdballs. Diese Funktion erfüllen sie auch in unseren Räumen!
Diese und andere Erkenntnisse haben namhafte Unternehmen wie BMW und Ferrari – Foto oben: Blick in die Ferrari-Produktionshalle – längst umgesetzt, indem sie Pflanzen nicht nur in ihre Büros, sondern sogar in ihre Fertigungshallen holen. Was macht das Leben mit Pflanzen aus?
Von der Pflanze – zu der Pflanze
Pflanzen haben komplexen Einfluss auf den Menschen und wirken auf seine psychologischen wie auch physischen Prozesse ein. Einiges, aber längst nicht alles darüber lernen wir in der Schule, z.B.:
Pflanzen atmen Kohlendioxyd ein und Sauerstoff aus und sorgen so für die Grundversorgung mit Sauerstoff, die der Mensch und sein ganzer Planet braucht.
Pflanzen im Weltraum
Weniger bekannt ist, dass Pflanzen außer Kohlendioxyd auch noch ganz andere Schadstoffe "schlucken": Das hat die NASA entdeckt, als sie die Luft in Weltraumraketen für Astronauten verbessern wollte und probeweise Pflanzen mit in den Weltraum nahm. Dabei handelt es sich um Schadstoffe wie Formaldehyd, das von einigen Baustoffen abgegeben wird, aber auch Benzole, die in unseren Autoabgasen stecken. Bepflanzungen von Autobahnen machen daher doppelt Sinn; sie filtern einen Teil der Schadstoffe aus der Luft.
Das Phänomen wird auch zur Lagerung von Aushub genutzt: Für Berge- oder Kalihalden entstehen umfangreiche Begrünungskonzepte, denn Bäume und Sträucher filtern – neben vielen anderen Vorteilen – einen Teil der schädlichen Ausdünstungen.
Sogar Nikotin wird von Grünpflanzen veratmet: Sie nehmen es aus der Luft und verarbeiten es zu körpereigenen Substanzen, so wie es der Mensch mit seiner Nahrung tut! Bei allen bioaktiven Prozessen tut sich übrigens die Hydrokultur besonders hervor.
Der psychologische Faktor
Warum suchen Menschen Naturlandschaften auf, gehen in Stadtparks, wünschen sich einen Garten, bepflanzen den Balkon und stellen Pflanzen in ihre Räume? Lebendes Grün wird offensichtlich hoch geschätzt, doch woher kommt das?
Die Alltagssituationen der westlichen Welt erfüllen viele Funktionen, aber sie schaffen auch einen eklatanten Mangel: Rund 90 Prozent unserer Lebenszeit verbringen wir jenseits der Natur. Die liefert uns aber lebenswichtige Ressourcen. Also holen wir sie uns in die Gebäude und Städte.
Naturräume und Pflanzen erhöhen das Anregungspotenzial gebauter Umwelt. Im Leben und Arbeiten mit der Natur können wir uns erholen und Stress abbauen. Wie das funktioniert, hat die Diplom-Psychologin Dr. Antje Flade untersucht, Spezialistin für Wohn-, Stadt- und Mobilitätsforschung:
Die Evolutionstheorie nimmt an, dass unsere Vorliebe für Grün stammesgeschichtliche Wurzeln hat. Dahinter steht die uralte Menschheitserfahrung, dass Grün existenzsichernd ist – genau deshalb finden wir eine solche Umgebung schön.
Die Aufmerksamkeitserholungstheorie besagt, dass die gesteuerte Aufmerksamkeit, wie man sie etwa an einem Computer-Arbeitsplatz benötigt, zu Ermüdung führt. Dagegen ist die anstrengungslose und unwillkürliche Aufmerksamkeit, die man einer Bepflanzung oder Naturlandschaft gegenüber zeigt, erholend. Umwelten, die unwillkürliche Aufmerksamkeit wecken und den Betrachter faszinieren, ermöglichen eine 'Erholung für den Geist', so Flade. Zimmerpflanzen am Arbeitsplatz rufen diese Wirkung hervor.
Noch weiter geht die Mehrfaktorentheorie, die neben der Faszination als zentralen Wirkungsmechanismus das Gefühl des ´being away`, das Erleben von Weite und das Gefühl, mit der Umwelt in Einklang zu sein, als wesentliche Faktoren der Erholungswirkung von Pflanzen angibt. Dabei muss man gar nicht wirklich weit weg sein, so genannte Kontrast-Umwelten können auch durch natürliche Elemente in räumlicher Nähe erzeugt werden.
Mit Pflanzen ist das Leben besser
Alle empirischen Studien bestätigen die theoretischen Ansätze: Der Anblick von Natur und der Aufenthalt im Grünen fördern Erholung und Wohlbefinden. Auch das Fazit der Psychologin ist eindeutig: Mit Pflanzen ist das Leben besser! Dr. Antje Flade betont, wie bedeutungsvoll lebendiges Grün in den Lebensbereichen Wohnen, Arbeiten und Erholen ist, und fasst zusammen:
- Die Erscheinungsformen von Natur sind vielfältig.
- Natur manifestiert sich nicht nur in nicht-flexiblen Elementen wie Bäumen und Parks, sondern auch in individuell handhabbaren Elementen wie Blumen auf dem Balkon oder dem Blumenstrauß auf dem Tisch.
- Die positive Wirkung von Pflanzen erstreckt sich über die Wohnumwelt hinaus.
- In der Arbeitswelt kann Stress besser abgebaut werden, wenn Grün im Blickfeld ist.
- Die emotional und neurophysiologisch positiven Wirkungen von Natur könnten als Therapiefaktor in Wartezimmern, Therapieräumen, Krankenhäusern und Klinikgärten eingesetzt werden.
Den Grün-Vorteil nutzen
Gärtner Gregg bietet fachmännische Beratung, Planung und Begrünung, Pflanzenleasing und professionelle Pflege für das Leben und Arbeiten mit grüner Natur. Sie führen Ihr Leben mit den stillen, aber wirkungsvollen "grünen Zimmerkameraden". Sie konzentrieren sich auf Ihre Arbeit und profitieren vom positiven Einfluss Ihrer grünen Mitarbeiter.
Gärtner Gregg anrufen: Tel. 02596. 2070
Schriftliche Anfrage: gregg@gaertner-gregg.de
Studien aus den verschiedensten Ländern und zahlreiche konkrete Baubeispiele belegen diese und weitere Einflussfaktoren von lebenden Pflanzen und speziell Hydrokulturen mit Zahlen und Fakten:
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